Katouche Canyon

Der Katouche Canyon liegt an der Nordküste Anguillas und ist eines der letzten verbliebenen Waldgebiete der Insel. Neben dem Wald befinden sich hier auch zwei Kalksteinhöhlen und ein kleines saisonales Feuchtgebiet. Der Canynon ist Heimat vieler verschiedener Tierarten, unter anderem auch der Rotfußschildkröte. Die Höhlen im Tal beherbergen das ganze Jahr über eine große Anzahl an Flughunden.

Neben dem Weg durch das Wäldchen können Besucher die Ruinen eines alten Brunnens finden. Er und die restlich verbliebenen Orangenbäume erinnern an die Zeit, in der anstatt des Waldes noch eine Plantage hier stand. Zum dazugehörigen Katouche Bay gelangt man entweder per Auto über eine Straße entlang der Nordseite des Tals oder über den Fußweg, der durch das Tal führt.

Die Vegetation des Tals besteht aus kurzen, trockenen Buschwerken auf den Gipfeln der umliegenden Hügel bis zu trockenen Waldbäumen im Tal. Zu den großen Baumarten gehören Feigen, Manchineelbäume und weiße Zedern. Buschvegetation wie Antigua Balsam oder die Korbbeere haben eine kulturelle Bedeutung für die Anguillianer, da sie auch als natürliche Heilmittel verwendet wurden.

Der Katouche Bay Pond ist eine saisonale Bracklagune. Der Teich und das Tal sammeln Wasser, hauptsächlich aus Regenfällen. In Zeiten mit wenig oder keinem Niederschlag, besonders im Sommer, trocknet er vollständig aus. Der Salzgehalt des Teiches ergibt sich aus der Nähe zum Meer. Die Mergelküsten des Teiches sind die Heimat von verschiedenen Krebstierarten, während Einsiedlerkrebse im ganzen Tal zu finden sind.