Sombrero ist die nördlichste Insel Anguillas und liegt ca. 55 km von der Hauptstadt entfernt. Die Insel ist 1,5 km lang und 400 m breit, mit einer Gesamtfläche von 0,38 km². Die Umgebung besteht aus fast vegetationslosem, rauen Kalksteinfels. Ursprünglich hatte die Insel die Form eines Sombreros, heute sieht sie jedoch durch den Abbau von Ressourcen nicht mehr ganz so aus.
Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel Sombrerit abgebaut, der allerdings bis 1890 komplett aufgebraucht war. Nach Schließung der Mine waren die einzigen Bewohner der Insel nur noch die Leuchtturmwärter. Seit 2002 ist die Insel unbewohnt, bleibt aber ein beliebtes Ziel von Fischern, Touristen und Biologen.
Besonders bekannt ist Sombrero für seinen Leuchtturm, der seit 1868 in Betrieb genommen wurde. Bis zum Jahr 2002 wurde der Leuchtturm auch noch genutzt, danach wurde der „bemannte Leuchtturm“ allerdings durch einen automatisierten Turm ersetzt. Heute erinnern noch die Überreste des Bergbaubetriebes und der Mine sowie die Wohnräume der Leuchtturmwärter an die Vergangenheit der Insel als Abbaugebiet von Sombrerit.
Dennoch gibt es auch aktuell viel zu entdecken auf der kleinen Insel, denn Sombrero ist Heimat seltener Tierarten. Die schwarze Schienenechse, die Saumfingerechsen und der Sombrero-Zwerggecko haben hier einen Lebensraum gefunden. An der Küste können sie, wenn sie Glück haben, auch die Echte Karettschildkröte entdecken, welche hier ihr Jagdgebiet hat. Die Insel hat zudem eine hohe Population an Seevögeln und ist einen Ausflug auf jeden Fall wert.