The Pumphouse

Ein weiteres architektonisches Wahrzeichen in Anguilla ist das Pumphouse, das zwar etwas bescheiden von außen aussieht, nichtsdestotrotz eine wichtige Rolle in den vergangenen hundert Jahren im Leben der Einheimischen innehatte. Das Gebäude selbst war als Pumpenhaus Teil der Salzindustrie Anguillas. Die Pumpen sind auch heute noch vorhanden und können von Besuchern besichtigt werden.

Seit dem 17. Jahrhundert war Salz ein wichtiger Teil des Wirtschaftszweiges Anguillas, lange vor der Gründung der ersten Salt Ponds Joint Stock Company im Jahr 1855. Jahrhundertelang wurde das Salz durch einen natürlichen Prozess geerntet: Meerwasser überflutet regelmäßig Teichen in Ufernähe, die Sonne und hohe Temperaturen lassen das Wasser verdunsten, wodurch eine Salzschicht entsteht, die dann durchbohrt und vom Grund des Teichs gesammelt werden muss.

Um das überflüssige Wasser schneller wieder aus der Lagune zu leiten, wurde eine Dieselpumpe mit einem Mechanismus installiert. So ließ sich der Meereswasserspiegel regulieren und es wurde verhindert, dass Regenwasser das wertvolle Salz verdünnt. In den 1910er-Jahren wurde dann das hölzerne Pumpenhaus gebaut, um die Maschine zu schützen. Das Haus hat es geschafft, sowohl Hurrikane Donna im Jahr 1960 als auch Hurrikane Luis im Jahr 1995 zu überstehen. 2017 erlitt es leider einen Schaden durch Hurrikane Irma und wurde anschließend aufwendig renoviert und wiedereröffnet.

Heute ist das Pumphouse eine Bar und Restaurant im Dorf Sandy Ground. Der Ort ist freundlich und oft gibt es Live-Unterhaltung bis 21 oder 22 Uhr, die eine Menge Menschen anzieht. Zudem gibt es an mehreren Abenden in der Woche Live Musik. Das Pumphouse ist das Herzstück von Anguillas Unterhaltungsszene und ist auch bei Touristen sehr beliebt.