Villa Winter

 

Um das Anwesen der Villa Winter in der Nähe des Orts Cofete an der Südwestküste Fuerteventura auf der Halbinsel Jandia ranken sich Mythen und Gerüchte, die weder bewiesen noch widerlegt werden können. Das imposante Gebäude wurde im Jahr 1946 erbaut und kann leider nur von außen besichtigt werden, da die Finca noch heute bewacht wird.

 

Benannt wurde die Villa nach dem Ingenieur Gustav Winter, der anno 1893 im Schwarzwald geboren wurde. Das imposante Gebäude mit dem Turm in nordöstlicher Richtung hat zwei Stockwerke und eine Unterkellerung, die teilweise verschlossen ist. Manche Reiseführer bezeichnen die Villa Winter als Feriendomizil eines deutschen Generals.
Was genau der Zweck und Nutzen der Villa war, ist heute noch immer im Verborgenen. Darüber wurden die unterschiedlichsten Vermutungen angestellt – möglicherweise soll das Anwesen während des Zweiten Weltkriegs als geheimer U-Boot-Bunker gedient haben oder eventuell für Nazigrößen als Zwischenstation vor deren weiterem Transport nach Südamerika nach Kriegsende genutzt worden sein.

Kurz vor seinem Tod gab Winter 1971 in einem Interview weiteren Anlass zu Spekulationen – schon seine Angabe, dass die Villa 1958 erbaut worden sei, ist merkwürdig. Die Abgeschiedenheit und schlechte Erreichbarkeit der Finca rechtfertigte Winter damit, dass er ein Naturliebhaber sei – seltsamerweise hat Herr Winter das Haus selbst gar nie bewohnt.
Etwa 7,5 km in südwestlicher Richtung befindet sind ein Flugfeld, wofür bis heute noch keine Erklärung gefunden wurde.

Eine Besichtigung der Villa Winter mit ihrer mysteriösen Vergangenheit ist auf jeden Fall interessant, auch wenn dies nur von außen geschehen kann.