Landschaft

 

Fuerteventura ist vulkanischen Ursprungs und mit knapp 21 Millionen Jahren die älteste Insel der Kanaren. Vor 4.000 bis 5.000 Jahren erloschen die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura. Da die Insel der starken Winde keine sehr hohen Berge hat – der höchste ist der Pico de la Zarza mit 807 Metern, kommt es kaum zum Abregnen der Wolken. Auf fast allen anderen Kanareninseln gibt es eine vegetationsreiche Seite mit hohen Niederschlägen und eine eher karge und wüstenähnliche Landschaft – einzige Ausnahmen sind Fuerteventura und die Nachbarinsel Lanzarote. Vegetationsreiche Landschaften sind in der fast wüstenähnlichen Landschaft nicht zu finden – die Palmen oder Bepflanzungen um die Hotelanlagen oder in den Touristenorten werden alle künstlich bewässert.
Die Naturfaszinationen auf Fuerteventura sind die kilometerlangen, schönen Strände.
Im Parque Natural de las Dunas de Corralejo wird bei den Urlaubern das Gefühl der Wüste Nordafrikas geweckt – die Region um Corralejo ist von Wanderdünen geprägt, die allerdings maritimen Ursprungs. An einigen Stellen zeigen sich Kalkformationen des früheren Meeresbodens und schwarze Vulkanreste, die dem Sand ein gesprenkeltes Aussehen geben.

 

Geographie


Die Insel hat eine Fläche von etwa 1.660 km² und misst von Nord nach Süd etwa 100 km. Die breiteste Stelle von Ost nach West misst nur 31 km – die schmalste Stelle der stillen Insel ist der Istmo de la Pared mit einer Breite von nur 5 km. Diese engste Stelle teilt Fuerteventura in den Nordteil und den Südteil. Fuerteventura ist nur knapp 100 km von der Küste Nordafrikas entfernt.


Flora


Eine üppige Vielfalt an Flora ist auf Fuerteventura in der Halbwüste nicht zu finden. Der Großteil der Insel ist von Dickicht und Flechten bewachsen. Der Four-Wing Saltbush, Kanaren-Wolfsmilch-Gewächse und sonstige Pflanzen, die in der kargen und trockenen Landschaft überleben, wachsen auf der Insel. Rund um die Wohngebiete gibt es vereinzelte Kanaren-Palmen und auf der höchsten Spitze der Halbinsel Jandia gedeihen einige einheimische, kaktusähnliche Pflanzenarten.


Fauna


Die einzigen ursprünglich heimischen Säugetiere auf Fuerteventura sind Fledermäuse – alle anderen Säugetiere kamen mit den Menschen zu der Insel. Eine besondere Attraktion der Tierwelt sind die Atlashörnchen, diese sind oftmals sehr zahm und fressen den Urlaubern sogar aus der Hand. Igel, Mäuse, Spitzmäuse, Hasen sowie Esel und Ziegen sind weitere Säugetiere, die auf Fuerteventura anzutreffen sind.
Schlangen leben auf der Insel in freier Natur überhaupt nicht – die einzigen Schlangen, denen die Urlauber begegnen können leben in Terrarien der Themenparks. Geckos und endemische Arten der Ostkanareneidechse sind dagegen sehr häufig zu finden. An einigen entlegenen Stränden brüten Schildkröten, die im Meer rund um Fuerteventura beobachtet werden können.
Die Vogelwelt auf Fuerteventura beschränkt sich hauptsächlich auf Arten, die in einer Halbwüstenlandschaft überleben können. Dazu gehören unter anderem die Kragentrappe, der Rennvogel und die Europäische Triele. In einigen Schluchten der stillen Insel sind Kanarenschmätzer beheimatet. In abgelegenen Regionen gibt es Bussarde und Schmutzgeier – Turmfalken und Grauwürger sind relativ häufig auf Fuerteventura anzutreffen.
An der Nordküste sind die Wassertemperaturen etwas kühler an der Ostküste, sodass die Artenvielfalt der Meeresbewohner an der Nordküste höher ist. Rund um die Insel können Hammerhaie, Schwertfische, Papageienfische, der Atlantische Flugfisch und verschiedene Thunfischarten beobachtet werden. In den Gewässern um Fuerteventura leben auch die faszinierenden Meeressäuger – Delphine und Wale können dort im eigenen Lebensraum bewundert werden.


Küste


An der Ostküste Fuerteventuras laden weite, schöne Strände zum Sonnen und Baden ein. Für Windsurfer ist die Nordküste bei Corralejo und die Ostküste, insbesondere der lange Strandabschnitt zwischen der Costa Calma und Jandia ein besonderes Highlight. Die Wanderdünen im Dünenpark an der Nordküste stehen bereits seit 1987 unter Naturschutz. Zum Dünenpark gehört die vorgelagerte Insel Los Lobos. Die Westküste ist ein Paradies für Wellenreiter. Der Westen Fuerteventuras begeistert mit imposanter Steilküste – dort ist das Baden jedoch wegen der starken, ablandigen Strömungen lebensgefährlich.