Historische Stätten

 

Auf Fuerteventura gibt es für kulturell und historisch interessierte Urlauber einiges zu entdecken. An vielen Orten können Felszeichnungen der Guanchen – der Ureinwohner Fuerteventuras und der Kanaren – besichtigt werden. Die Spuren, die die Guanchen überall auf der Insel hinterließen, geben Archäologen und Anthropologen noch immer Rätsel auf – bisher konnte nicht allen Felsbildern eine entsprechende Bedeutung zugemessen werden. Die Höhlen- und Felsmalereien auf Fuerteventura sind ein besonderes Highlight, das die Spuren der Ureinwohner deutlich aufzeigt. Meist müssen Touren zu diesen Attraktionen auf eigene Faust mit einem Mietwagen oder mit Fahrrädern unternommen werden. Die großen Reiseveranstalter bieten nur selten Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten an. Nachstehend sind einige der bedeutenden Stätten mit Fels- und Höhlenmalereien detaillierter beschrieben.

 

Montana Tindaya


Im Nordwesten Fuerteventuras liegt in der Gemeinde Tindaya der Montana Tindaya mit einer Höhe von 401 Metern, der auch heiliger Berg genannt wird. Früher befand sich dort eine Opferstätte der Guanchen – heute können auf dem Tindayaberg Felszeichnungen der Urkanarier bewundert werden. Von dem Parkplatz beim Montana Tindaya können die Felsmalereien in etwa 5 bis 10 Minuten erreicht werden. Der Montana de Tindaya gehört zur archäologischen Region Fuerteventuras – der Zona Argueologica – zusammen mit dem Barranco del Cavadero und der Cueva del Llano de Villaverde.


Barranco del Cavadero


Im Nordosten Fuerteventuras, in der Region La Olivia, liegt der Barranco del Cavadero. Dort können weitere Felszeichnung der Guanchen besichtigt werden.


Cueva del Llano de Villaverde


Die Höhle bei Villaverde ist mit einem Alter von Millionen Jahren die älteste der Kanarischen Inseln. Die Höhle kann besichtigt werden – am einfachsten ist der Abstieg am Nordzweig, da dieser am längsten ist und schräg abfällt. Über der Höhle wurde die Fläche mit Natursteinen gestaltet und ein Ausstellungsraum eingerichtet, der interessante Informationen bietet.


Castillejo Alto


Im Süden Fuerteventuras können ebenfalls Felszeichnungen bewundert werden – am Castillejo Alto. Um Castillejo Alto zu erreichen, ist ein Geländewagen empfehlenswert. Die Straßen dorthin sind zum Teil nur schlecht ausgebaut und können eher als Schotterpisten bezeichnet werden.


Ajuy


Ajuy ist ein kleines Fischerdörfchen, das etwa in der Mitte der Westküste der Insel liegt. Die Küstenregion um Ajuy wird oft als Costa Negra bezeichnet, da die Strände hier vorwiegend aus schwarzem oder dunklem Lavasand bestehen. Die Höhlen bei Ajuy sind beeindruckend. Diese wurden vom Atlantik in der Nähe des Ortes durch die Brandung in den Fels geformt. Die Höhlen sind auf dem Weg entlang der Klippen erreichbar. Um in die Höhlen hinab zu steigen, sollte ein ruhiger Wellengang abgewartet werden – nur dann ist der Abstieg ungefährlich.